Jugend und Bildung

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Karikatur des Monats

Stiftung Jugend und Bildung

Die Stiftung verfolgt gemeinnützige Zwecke. Gemeinsam mit ihren Partnern entwickelt sie kostenloses Unterrichtsmaterial und Arbeitsblätter für die Schule.

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Meldungen

Zukunft: Technologiestandort Deutschland

Die Bedeutung von Bildung für ausgewählte Berufsfelder

Fachkräftemangel
Fachkräftemangel ­– ein Schlagwort moderner Zeiten, das nicht nur in der Gesellschaft für Aufruhr sorgt. Ebenso auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene wird die Problematik vielfach thematisiert – und die Medienberichterstattung sorgt immer wieder für neue Schlagzeilen.

Auch wenn in Deutschland laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung kein flächendeckender Fachkräftemangel vorliegt, lässt sich ein Mangel an Experten in bestimmten Berufsfeldern nicht von der Hand weisen. Dies betrifft vor allem den industriellen Sektor, aber auch den sozialen Bereich.

Es fehlen insbesondere Fachkräfte mit akademischen Qualifikationen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Die Bundesregierung geht davon aus, dass 2013 rund 85.000 Ingenieure und 70.000 Naturwissenschaftler in den Ruhestand gehen.
Da bereits zum jetzigen Zeitpunkt die personelle Nachfrage in diesem Bereich nicht gedeckt werden kann, lässt sich die bedrohliche Entwicklung in den nächsten Jahren erahnen.
Diese Notlage wird zudem durch den demographischen Wandel verstärkt. Der finanzielle Schaden, der aus nicht besetzten Stellen resultiert, hemmt das wirtschaftliche Wachstum und zieht somit weitere Konsequenzen mit sich.

„Komm, mach MINT!“

Dem drohenden Fachkräftemangel im MINT-Bereich möchte der seit 2008 bestehende, „nationale Pakt“ entgegenwirken. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verfolgen hierbei gemeinsam das strategische Ziel, mehr junge Frauen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Zielgruppe sind Frauen an den Knotenpunkten Schule und Studium sowie Hochschule und Beruf werden beim nationalen Pakt direkt angesprochen.

Der Pakt wird mit einem jährlichen Budget von drei Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Beteiligte Partner wie AUDI, die Bundesagentur für Arbeit, der Bundesverband der Deutschen Industrie oder die Deutsche Telekom versuchen durch selbst initiierte Maßnahmen das Vorhaben voran zu treiben. Mittlerweile werden bereits über 700 Projekte angeboten, die über eine Projektlandkarte auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingesehen werden können. Besonderer Beliebtheit erfreut sich der 2001 eingeführte Girl’s Day, im Rahmen dessen bereits über eine Million Mädchen die Welt der Technik und Naturwissenschaften unsicher gemacht haben.

www.komm-mach-mint.de
www.mintzukunftschaffen.de

Girl’s Day – Vielversprechende Zukunftsperspektiven für Mädchen

Bald ist es wieder soweit: Am „Girl’s Day“ können Mädchen ab der 5. Klasse in die ‚reale’ Arbeitswelt eintauchen. Dabei stehen allerdings – nicht wie zu vermuten – „mädchentypische“ Ausbildungsberufe im Mittelpunkt, sondern technische und techniknahe Arbeitsbereiche. Wer denkt, dass klingt öde, der hat sich geirrt. Denn der Mädchen-Zukunftstag ist nicht umsonst die größte Berufsorientierungsinitiative für Mädchen weltweit.

Auch in diesem Jahr bieten technische Unternehmen, Betriebe mit technischen Abteilungen und Ausbildungen, Hochschulen und Forschungszentren eine Vielzahl an Veranstaltungen an. Die Schülerinnen können sich über eine Aktionslandkarte auf der Website des Girl’s Days über die verschiedenen Angebote informieren und anmelden. Der Internetauftritt bietet zudem kostenlose Aktionsmaterialien sowie zielgruppenspezifische Informationen für Mädchen, Eltern, Schulen, und Unternehmen an. Außerdem stehen weibliche Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik den Schülerinnen an diesem Tag persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung.

Seit dem Gründungsjahr 2001 haben bereits über eine Million Schülerinnen im Rahmen des Girl’s Days technische Ausbildungsberufe und Studiengänge kennengelernt, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert waren. Unglaublich aber wahr – rund ein Zehntel aller teilnehmenden Betriebe und Organisationen hat ein oder mehrere der teilnehmenden Schülerinnen in einem technisch oder naturwissenschaftlichen Fachbereich im Anschluss eingestellt. Und auch in akademischen und dualen Ausbildungsgängen konnte seit Projektstart eine gesteigerte Nachfrage von weiblichen Interessenten registriert werden.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Parallel zum Girl’s Day findet am 14. April 2011 erstmals auch ein Jungen-Zukunftstag statt – der Boy’s Day.

www.girls-day.de
www.boys-day.de
www.kompetenzz.de


Stiftung Jugend und Bildung - Dezember 2011