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Die Stiftung verfolgt gemeinnützige Zwecke. Gemeinsam mit ihren Partnern entwickelt sie kostenloses Unterrichtsmaterial und Arbeitsblätter für die Schule.

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Qualitätsoffensive oder Greenwashing? Lidl gibt sich ein neues Image

Kostenloses Arbeitsblatt für die Sekundarstufe II

Kostenloses Arbeitsblatt zum Download
„Was fällt Ihnen zu Lidl ein?“ – „Ist billig und überwacht seine Mitarbeiter.“ Mit diesem fragwürdigen Image bringen einer Umfrage zufolge viele Verbraucher den Discounter Lidl in Verbindung. Kunden sind heute jedoch nicht nur an billigen Produkten, sondern zum Beispiel auch an der Qualität und an der Herkunft der Produkte interessiert. Der Discounter hat reagiert und Anfang 2015 eine Werbekampagne gestartet, welche ganz auf Qualität ausgerichtet ist. Mit der Hochglanz-Kampagne will Lidl seinen Schwerpunkt verschieben und neben niedrigen Preisen auch mit Hochwertigkeit punkten.

Der Qualitätsbegriff umfasst dabei eine Reihe von Kriterien, von der Frische der Produkte bis zu verantwortungsbewusstem und nachhaltigem Handeln in der Wertschöpfungskette. Vor allem Bauern sind durch das Vorgehen von Lidl verärgert, da der Discounter den jahrelangen Einsatz des Berufsstandes für angemessene Preise und eine damit verbundene Wertschätzung von Lebensmitteln unterlaufe. Auch das Metzger- und Bäckerhandwerk sieht sich attackiert und kritisiert die Lidlsche Interpretation des Qualitätsbegriffs. Unter anderem wird dem Unternehmen vorgeworfen, sogenanntes Greenwashing zu betreiben. Zu Recht?

Mithilfe des neuen Arbeitsblatts im Projekt „MitVerantwortung“ für die Sekundarstufe II setzten sich die Schülerinnen und Schüler kritisch mit dem Qualitätsbegriff und dessen Definition vor dem Hintergrund sozialer und ökologischer Standards auseinander. Am Bespiel des Discounters Lidl werden die Jugendlichen für Strategien und Wirkungen von Werbekampagnen sensibilisiert, und analysieren unter Berücksichtigung von Einkaufskriterien der Verbraucher unterschiedliche Qualitätsbegriffe. Anhand der Kampagne, Lidls Argumentation und den Reaktionen der Öffentlichkeit untersuchen und diskutieren die Jugendlichen, inwiefern der Greenwashing-Vorwurf gerechtfertigt oder haltlos ist.

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Das Medienpaket „MitVerantwortung – sozial und ökologisch handeln“
Das Medienpaket „MitVerantwortung“ der Stiftung Jugend und Bildung wird vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert. Inhaltlich und methodisch setzt es sich mit dem Thema der freiwilligen gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (CSR) auseinander. Im Mittelpunkt stehen die Komplexe „Nachhaltigkeit“, „freiwillige gesellschaftliche Verantwortung“ sowie „soziales und ökologisches Handeln“. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler als Verbraucher, Wirtschaftsbürger sowie als zukünftige Fach- und Führungskräfte darauf vorzubereiten, ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortlich zu handeln.

Seit Beginn des Jahres gibt es das neue Schülermagazin „Kauf‘ mit Köpfchen“ zum Thema Nachhaltiger Konsum als E-Book. Im „MitVerantwortung“-YouTube-Channel stehen Erklär-Videos und ausgewählte Unterrichts-Filme für die Integration in den Unterricht zur Verfügung. Die Projektsite bietet zahlreiche Materialien für die Sek. I und II. Sie kann kostenlos im PDF-Format heruntergeladen werden.
Die gedruckte Lehrermappe „MitVerantwortung – Sozial und ökologisch handeln“ für den Unterricht in der Sek. II (10 Seiten Hintergrund und 14 Seiten Arbeitsblätter) ist derzeit vergriffen, kann aber online heruntergeladen werden.

Kontakt
redaktion@jugend-und-bildung.de

Stiftung Jugend und Bildung - Mai 2015